
Die Bürgermeister Sebastian Hauck und Stefan Rottmann besuchen ihre „alte“ Schule
Einen interessanten Einblick in die Herausforderungen und Freuden der Kommunalpolitik erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen FS12a, FS12b und FW12a beim Besuch der Bürgermeister Sebastian Hauck und Stefan Rottmann im Rahmen des Politik und Gesellschaft Unterrichts. Herr Hauck, seit fünf Jahren Bürgermeister der Gemeinde Werneck, ist unserer Schule als ehemaliger Lehrer des Faches Wirtschaft eng verbunden. Stefan Rottmann, seit 13 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Schonungen drückte selbst die Schulbank an der FFS und wurde mit 23 Jahren einst jüngster Bürgermeister Deutschlands.
Seine damalige PuG-Lehrerin Frau Lindacher, welche unser Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" betreut (dessen Pate Herr Rottmann ist), organisierte und eröffnete diese etwas andere Unterrichtsstunde.
Die vielen Rollen eines Bürgermeisters
Sebastian Hauck beschrieb die große Lebensveränderung, die der Schritt vom Lehrerpult ins Rathaus bedeutete. Und Stefan Rottmann erklärte, wie er zunächst einen Abschluss an der FFS machte, später ein soziales Jahr absolvierte, eine Ausbildung und ein Studium abschloss, über das Schonunger Problem der Sattler’schen Altlasten zur Kommunalpolitik kam und schließlich mit einer knappen Mehrheit von drei Stimmen Bürgermeister wurde. Beide verglichen ihre Rolle humorvoll als das "Mädchen für alles" der Kommune und betonten, dass Politik auf lokaler Ebene keine Angelegenheit mit geregelten Arbeitszeiten sei.
„Kommunalpolitik ist alles, was man um sich hat.“
So beschreibt der ehemalige Lehrer Sebastian Hauck seinen neuen Beruf: „Sie haben keinen Job, sondern ein Amt, das Sie 24/7 begleitet“, fügt er noch hinzu. "Um erfolgreich zu sein, müsse man stets zwei bis drei Schritte vorausdenken, um die Anliegen der Bürger und die notwendigen Entwicklungen voranzutreiben", ergänzt Stefan Rottmann.
Auf die Schülerfrage nach dem Ermessensspielraum eines Bürgermeisters erzählt Herr Hauck, dass er in dringenden Fällen Entscheidungen über Projekte bis zu 50.000 Euro im Alleingang entscheiden kann – eine enorme Macht, die jedoch durch die Richtlinien des Gemeinderates eingeschränkt wird. Gleichzeitig betonte er, dass diese Freiheit und Spontaneität wichtig für die Handlungsfähigkeit der Kommune seien.
Und was motiviert, Bürgermeister zu werden?
Beide Bürgermeister verweisen auf ihr Interesse an Kommunalpolitik. Und ist man erst einmal im Gemeinderat, dann sind es manchmal frei werdende Posten, die man übernimmt uns so in das politische Geschäft hineinwächst, bestätigen alle zwei schmunzelnd.
Und wie ist das mit Bedrohungen und persönlichen Angriffen? Ein kurzes Zögern – und dann ein „Nein“. Das ist zum Glück noch keinem von beiden widerfahren.
Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich für die informative Stunde mit Applaus. Ja, so bestätigen sie, ist der Alltag eines Bürgermeisters interessant, auch anstrengend, kann aber auch mit Freude an dem Amt ausgeübt werden. Stefan Rottmann und Sebastian Hauck waren die besten Beispiele dafür!
Felix Schäffer, FS12b
Corinna Lindacher, OStRin