Die FT11a zu Besuch bei Riedel Bau in Schweinfurt

Am Dienstag, den 24. Juni 2025 durfte unsere Klasse, die FT11a, einen spannenden Einblick in die Welt des Bauens und der Zukunftstechnologien bekommen. Ziel war die Baustelle des neuen Wasserstofflabors der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) in der Franz-Schubert-Straße in Schweinfurt – genauer gesagt der fertiggestellte Rohbau, an dem das Bauunternehmen Riedel Bau zu dieser Zeit gearbeitet hat.
Pünktlich um zehn Uhr sammelten sich alle Schüler am abgesperrten Baugelände, das sich direkt gegenüber dem Hauptgebäude der THWS befindet. Wie angekündigt kamen wir mit Sicherheitsschuhen und dem passenden Baustellen-Outfit.
Begrüßt wurden wir von einem Bauleiter der Firma Riedel Bau, der uns erst einmal die wichtigsten Sicherheitsregeln erklärte. Was auf den ersten Blick wie eine „normale” Baustellenführung klang, entpuppte sich schnell als eine spannende Reise in ein modernes Forschungsgebäude mit innovativer Technik und ambitionierter Architektur.
Schon beim Betreten des Rohbaus wurde klar: Das hier wird kein gewöhnliches Gebäude. In dem Wasserstofflabor sollen später neue Technologien rund um Wasserstoff als Energieträger erforscht werden – ein zentrales Thema der Energiewende. Die THWS investiert hier in die Forschung von morgen, und wir durften schon jetzt einen exklusiven Blick ins Innere werfen.

Das neue Laborgebäude für Wasserstofftechnik wird eine Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern bieten – inbegriffen sind Labor- und Büroflächen für Forschung, Lehre und Technologietransfer. In drei Teillaboren soll die gesamte Wasserstoff-Prozesskette abgebildet werden. Außerdem sollen Untersuchungen zu Werkstoffverhalten und Betriebsverhalten, wie beispielsweise Anlagensicherheit, möglich sein.
Wir wurden durch das Gebäude geführt und uns wurde anschaulich erklärt, wie der Bau abläuft, welche Materialien verwendet werden und welche Herausforderungen es bei diesem Projekt gibt.
Der Modulbau wird eine Außenhülle aus Holzbauelementen erhalten, deren Fassade begrünt wird. Um den Sicherheitsanforderungen zu genügen, wird das Gebäude mit Sensoren ausgestattet, die den Wasserstoff-Gehalt in der Luft kontinuierlich messen. Sobald ein Grenzwert erreicht ist, wird ein Alarm ausgelöst bzw. kann die Luft über Öffnungen abströmen. Im Dach öffnen sich in diesem Fall spezielle Strukturen, ähnlich Windklappen, damit der Druck entweichen kann, ohne die Struktur des Gebäudes zu beschädigen.
Auch wenn nicht jeder aus unserer Klasse später auf dem Bau arbeiten will, war die Führung für alle interessant. Denn hier konnte man live erleben, wie viel Planung, Technik und Koordination hinter so einem Gebäude steckt – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Rohbau.
Natürlich durften wir auch Fragen stellen – etwa, wie lange der Bau insgesamt dauert, wie viele Leute daran beteiligt sind oder wie teuer so ein Gebäude überhaupt ist. Zu guter Letzt konnten wir uns noch bei einer leckeren Brotzeit und Getränken austauschen.
Finn Ganzinger, FT11a