
Eine Klasse beseitigt schmutzige Spuren
Dienstagvormittag in Schweinfurt: Zehn Jugendliche ziehen in Sicherheitswesten, mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken bewaffnet, durch das Stadtgebiet. Sind das Sozialstundenleistende? Oder etwa Sträflinge beim Arbeitseinsatz im offenen Vollzug? Weit gefehlt! Es sind Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Fischer-Schule, die sich am Projekttag einen Vormittag lang als „Tatortreiniger“ engagieren und achtlos in die Natur geworfenen Müll auflesen.

Beim dritten Mal ist’s Tradition
Mit dem diesjährigen „Ramadama“ ging die Aktion bereits in die dritte Runde und hat sich damit als fester Bestandteil unserer Projektwoche etabliert. Wie auch in den Vorjahren verfolgen wir dabei nicht nur das Ziel, das Nachhaltigkeitsbewusstsein unserer Lernenden praktisch zu fördern, sondern auch einen wertvollen Beitrag für unsere Schulgemeinschaft zu leisten. Für jedes Kilogramm Müll, das durch den tatkräftigen Einsatz aus der Natur entfernt wurde, werden 10 € Spendengelder generiert. So konnte eine mittlere dreistellige Summe erzielt werden. Mit diesem Budget soll eine Kräuterschnecke angeschafft und bepflanzt werden, die nicht nur den Pausenhof verschönert, sondern auch summende und brummende Nützlinge anlockt, die in unseren schuleigenen Insektenhotels einen Unterschlupf finden.

Unser herzlicher Dank gilt …
… den engagierten Schülerinnen und Schülern der Klasse FS11c, die sich auch von herabwürdigenden Kommentaren ahnungsloser Passantinnen und Passanten nicht aus der Ruhe bringen ließen und Contenance bewahrten. Souverän ließen sie die Worte an ihren Sicherheitswesten abprallen und folgten unbeirrt ihrer Mission, Schweinfurt ein Stück sauberer zu machen.
… dem Förderverein der Friedrich-Fischer-Schule, der unsere Umweltaktion mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.
… Frau Hengstwerth von der Abfallberatung Schweinfurt, die uns das notwendige Equipment für die Sammelaktion zur Verfügung gestellt hat.
Anna Vorndran, StRin, und Ramona Bergmann, StRin