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Digitalisierungsoffensive ohne Wenn und Aber

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Im fünfzigsten Jahr ihres Bestehens beginnt für die Friedrich-Fischer-Schule keine neue Zeitrechnung, aber die Veränderungen in der digitalen Welt, die in den letzten 25 Jahren vor sich gegangen sind, fordern von allen Mitgliedern der Schulfamilie mehr Flexibilität und Innovationsbereitschaft denn je.

Das Jubiläumsjahr wurde an der FFS dann auch mit einer Modulwoche eingeleitet, bei der die Schülerinnen und Schüler in den unterschiedlichsten Kursangeboten mit dem praktischen Nutzeffekt der Digitalisierung an unserer Schule vertraut gemacht wurden.

Deutlich wurde den jungen Menschen dabei freilich zum Teil sehr schmerzlich, dass Digitalisierung nicht nur bedeutet, dass man schnell an viele Informationen kommt. Viel anstrengender, weil eben doch auch zeitaufwändig, ist es allemal, die vielen Informationen zu sortieren und die zum Teil daraus erwachsenden Pflichten zu akzeptieren und zu erfüllen. Informationen, die man jederzeit online zur Verfügung haben kann, ziehen die Verpflichtung nach sich, sie auch aufzurufen und den möglicherweise darin enthaltenen Pflichten zeitnah nachzukommen.

Beispielsweise gilt die Ausrede, „ich konnte meine Hausaufgabe nicht machen, weil ich weder wusste, was auf war, noch jemanden telefonisch erreicht habe, der mir hätte eine Information gegeben können“, schon geraume Zeit nicht mehr.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Professionalisierung der Anwenderinnen und Anwender von digitalen Möglichkeiten geht eine Selbstverpflichtung auf fortwährende Erreichbarkeit und permanente Kommunikationspflicht einher. Beiden Phänomenen will man sich sehr oft auch gar nicht entziehen. Deutlich dramatischer ist es aber, dass man sich oft genug auch gar nicht mehr entziehen kann. Alles geht schneller und bequemer, aber alle Reaktion und Aktion muss vermeintlich auch schneller erfolgen. Und erschwerend kommt mit hinzu, dass der Verantwortungs-Druck mit der Vielzahl der Anwendungen ebenfalls ansteigt. Denn auch bei der Nutzung und Anwendung endet die Verantwortlichkeit für die ins Netz geschickten Ereignisse, Informationen oder die auch nur weitergeleiteten und geliketen ungesetzlichen Attacken und Verunglimpfungen nicht, sobald man sein Endgerät nur wieder in den Ruhezustand versetzt hat.

Kriminalhauptkommissar weist auf fallen im Netz hin.

Im Internet ist man oft genug ohne Netz und doppelten Boden unterwegs.

Gut vielleicht, dass man sich die meiste Zeit seines Aufenthaltes in den digitalen Welt nicht einmal im Ansatz bewusst ist, welche Gefahren dort auf einen lauern.

Die Augen vor Viren, Fake, Lug und Trug aber verschließen, ist auch keine sinnvolle Prophylaxe.

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Deshalb freute sich die Schulleitung der Friedrich-Fischer-Schule besonders darüber, dass Kriminalhauptkommissar Roland Schmied die Digitalisierungsoffensive der Schule zu Schuljahresbeginn mit einer anschaulichen und nachhaltig wirkenden Informationsveranstaltung zu den unterschiedlichsten Facetten der Cyber-Kriminalität unterstützte.

Schwer beeindruckt zeigten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler in der Infoveranstaltung Schmieds.

„Sie glauben vielleicht, dass Sie nicht mit mir chatten“, provozierte Schmied sein Publikum im Vortrag immer wieder. „Aber ich chatte längst mit Ihnen“, setzte der Spezialist in Sachen Verbrechen im Netz dann gerne nach, wenn er die nachdenkliche Ratlosigkeit in den Gesichtern seiner Zuhörerinnen und Zuhörer sozusagen mit Großbuchstaben geschrieben lesen konnte.

Schlimm genug, was passieren kann und auch immer wider passiert, wenn man in der realen Welt mit einem Chatpartner zusammentrifft, der im Netz vorgab ein gleichaltriges Mädchen oder ein gleichaltriger Junge zu sein, in Wirklichkeit aber ein ausgewachsener Betrüger, Verbrecher etc. ist.

Schlimm genug, wenn man glaubte, vermeintlich harmlose Sex- und Nacktbildchen auf dem eigenen Smartphone seien doch kein Problem. Einmal nicht aufgepasst und schon guckt die ganze Welt mit – immer und immer.

„Ach, ich hab`s doch nur weitergeleitet“, auch eine oft gewählte Schutzbehauptung, mit der man sich gerne aus der Verantwortung stiehlt, wenn man sich längst respektlos und ungesetzlich gegen andere verhalten hat. Und man darf sich dann auch nicht wundern, so Schmied schließlich, wenn man nach der Schule nachhause kommt und die Polizei hat bei einem wegen strafbarer Handlungen die Wohnung auf den Kopf gestellt.

Vorsicht mit Bildern und Texten, also mit allen Inhalten, die man ins Netz entlässt oder im Netz abfischt, ist geraten.

Kriminalhauptkommissar Roland Schmied konnte in seinem spannungsgeladenen Vortrag die Schülerinnen und Schüler der FFS erreichen und sensibilisieren. Hoffentlich auch nachhaltig.


RÜDIGER KLEIN

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